Kremer Porsche K8 Spyder - History

Der Kremer Porsche K8 Spyder - 24 Stunden von Le Mans, 1995 - 1998



Schluss- und Höhepunkt einer ganzen Reihe außerordentlich erfolgreicher Rennsportwagen, die das seinerzeit weltbeste private Porsche-Renn-Team Kremer aus Köln im Laufe seiner jetzt 50-jährigen Geschichte auf die Räder gestellt hat.

Porsche Kremer Racing, 2 Brüder (Erwin und Manfred Kremer) und ein Freund (Hermann Bürvenich) plus eine kleine Gruppe Porsche- und Motorsport-besessener Mechaniker: sie haben Renngeschichte geschrieben.

30 Jahre in ununterbrochener Reihenfolge das 24 Stunden Rennen von Le Mans gefahren, alle großen Klassiker der Langstrecken-Szene gewonnen, ob Spa (1968), Le Mans (1979) und dann 1995 die 24 Stunden von Daytona mit dem neu entwickelten K8 Spyder.

Schon der Le Mans Sieg 1979 wurde mit einem Porsche errungen, den die Kölner spektakulär aus dem Kunden-Porsche 935 entwickelt hatten. Das war bereits der K 3, ein so außergewöhnliches Rennauto, dass davon in Köln noch weitere 13 Stück und zahllose Umbaukits gebaut wurden.

Der Vorläufer des K8, der WSC Gulf Porsche 962, heute meist zu den insgesamt 4 gebauten K8 gerechnet, war 15 Jahre später bei seiner Vorstellung zu den 24 Stunden von Le Mans 1994 eine weitere Sensation. Nicht nur, dass dieses Fahrzeug als offener 2-sitziger Spyder der erste Repräsentant einer völlig neuen Art von Le Mans-Rennwagen wurde; Derek Bell, Robin Donovan und Jürgen Lässig starteten damit vom 2. Platz und fuhren gleich beim 1. Einsatz des brandneuen Rennwagens einen 6. Platz nach Hause.

Im Winter 1995 machte es der erste richtige Kremer Porsche K 8 noch besser - allen Reglements-Änderungen der letzten Minute zum Trotz gewannen Christophe Bouchut, Jürgen Lässig, Giovanni Lavaggi und Marco Werner die 24 Stunden von Daytona.

Damit war der Durchbruch geschafft. Die beiden nächsten Fahrzeuge, jetzt mit einem Chassis aus Kohlefaser, wurden in diesem und den kommenden 3 Jahren in Le Mans eingesetzt. Strietzel Stuck, Thierry Boutsen und Christophe Bouchut belegten 1995 mit dem K8-02 den 6. Platz.

Die Zeit der Porsche-Turbo-Motore neigte sich jedoch dem Ende zu, obwohl das Konzept von Kremer richtungsweisend war. In den folgenden Jahren waren es meist offene Spyder, die in den langstrecken-Rennen ganz vorn fuhren. Erwin Kremer spricht in einem seiner letzten Interviews mit großem Bedauern darüber, dass das Nachfolge-Modell, der Kremer Porsche K9, nicht mehr vollendet werden konnte. Die Sportpolitik hatte das Auto überholt. Was bleibt, ist der Stolz, 1983 nicht nur die ersten gewesen zu sein, die einen privaten Porsche 956 einsetzten, sondern auch die letzten, die 1998 mit dem Kremer Porsche K8 für Porsche Geschichte schrieben: der 2.Platz des Kremer Porsche K8-02 in der Klasse der Sport Prototpyen war das nur wenig tröstende Resultat.

 

Mittwoch, 18. Juli 2018

K8 Spyder - Legendäre Fahrer

  

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